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Medikamente und Herzrhythmus

Herzrhythmusstörungen zählen zu den häufigsten Herzerkrankungen, laut der deutschen Herzstiftung steigt das Risiko zum Beispiel für Vorhofflimmern mit dem Alter. Liegt es bei Menschen unter 50 Jahren noch unter einem Prozent, ist es 10 Jahre später bereits auf 4 bis 6 und im Alter von 80 Jahren auf 9 bis 16 Prozent angestiegen.
Hand auf’s Herz: Gehören auch Sie zu den Betroffenen?

Das Problem

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) bedingen eine vom normalen Rhythmus abweichende Puls-Abfolge. Minimale und/oder nur kurzfristig auftretende Herzrhythmusstörungen fallen oft gar nicht weiter auf. Ist das Herz stärker aus dem Takt geraten, nehmen wir das als Herzstolpern oder Herzrasen wahr – und auch hier gilt, was generell der Fall ist: Ein gesundes, regelrecht funktionierendes Organ wird von uns überhaupt nicht registriert; erst wenn „etwas nicht stimmt“ macht sich ein Organ/Körperteil bemerkbar. Arrhythmien können zu Schwindelgefühl, Krampfanfällen, Brustschmerzen, -enge, sogar zur Bewusstlosigkeit führen. Herzrhythmusstörungen bedürfen einer Behandlung und somit der schnellen ärztlichen Abklärung/Untersuchung. Schon ein EKG gibt Auskunft darüber, ob das Herz normal getaktet (Sinusrhythmus) oder unregelmäßig (Arrhythmie), zu schnell (Tachykardie) oder zu langsam (Bradykardie) ist.
Die Gründe für Herzrhythmusstörungen sind vielfältiger Natur. Da gibt es zum einen die äußeren Ursachen wie übermäßiger Koffein-, Alkohol- oder Drogenkonsum, Aufregung, Angst oder Nervosität, fieberhafte Infektionen oder auch heftige Blähungen.
Als organische Ursachen werden beispielsweise die KHK (Koronare Herzkrankheit), ein Herzinfarkt, eine Herzmuskelerkrankung oder -entzündung, Herz- oder Herzklappenfehler, Störungen der Herzerregung wie beim Wolff-Parkinson-Syndrom, Bluthochdruck (Hypertonie), ein unausgewogener Elektrolythaushalt (z.B. Kaliummangel), Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder -unterfunktion (Hypothyreose) bezeichnet.

Die Lösung?

Als eine mögliche Therapievariante gilt die Katheterablation, eine Verödung fehlerhafter Erregungsherde am Herzmuskel – diese Methode fand im Jahr 2016 in Deutschlang bei fast 82 000 Patienten Anwendung; eine weitere operative Technik, um den Puls wieder  ins Lot zu bringen, sind Rhythmus-Implantate, ungefähr 157 000 Patienten wurden 2016 in deutschen Kliniken damit versorgt.
Die Basis im Kampf um den richtigen Rhythmus und gegen den plötzlichen Herztod bildet meist die medikamentöse Behandlung – doch genau an der Stelle kommt das Fragezeichen oben ins Spiel.

Können Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen Herzrhythmusstörungen verursachen?

Tatsächlich kann dies in Einzelfällen passieren. Etwa, weil sich die Erregungsleitung im Herzmuskel während der längerfristigen Einnahme einiger Medikamente derart (und bei der Ableitung eines EKGs erkennbar) verändert, dass eine Form von speziellen Störungen des Herzrhythmus‘ (Torsade de pointes) ausgelöst wird. Dieser als pro-arrhythmogen bezeichnete Effekt lässt an der Eignung dieser Medikamente zur Langzeittherapie von Herzrhythmusstörungen zweifeln.

Weitere Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können, sind Schilddrüsenhormone, Antidepressiva, Antazida sowie Medikamente gegen Hyperaktivität, Krampfanfälle, Allergien oder Pilzbefall. Auch Antibiotika, Diuretika (Entwässerungsmittel) und Cortison gehören dazu. Einige dieser Medikamente senken den Kalium-, Magnesium- oder Kalziumspiegel – und ein gestörter Elektrolythaushalt kann, wie wir wissen, Herzrhythmusstörungen auslösen.
Suchen Sie bei diesbezüglichen Unsicherheiten ein klärendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt, insbesondere, wenn Sie zu jenen Menschen gehören, deren Herzrhythmusstörungen langfristig medikamentös behandelt werden. Auch wir in Ihrer Apotheke beraten Sie gern, was die Gefahr von Wechselwirkungen der Medikamente betrifft, die Sie aktuell einnehmen.

Und noch ein „Störenfried“ wurde entdeckt: Die so außerordentlich gesunde Grapefruit

Die gemeine Grapefruit bewirkt bei einigen oral (über den Mund) verabreichten Medikamenten, dass deren Wirkstoffe zu lange im Körper verweilen – und somit die Gefahr einer Überdosierung besteht, ohne dass nicht vorschriftsgemäße, größere Mengen des Medikamentes eingenommen wurden. Der Grund für diese Grapefruit-Medikamenten-Wechselwirkung ist, dass gewisse Inhaltsstoffe der Frucht das körpereigene Enzym CYP3A4 hemmen, welches normalerweise für die Verstoffwechselung dieser Wirkstoffe innerhalb eines gewissen Zeitraumes sorgt.

Das kann dramatische Folge haben, etwa bei Medikamenten gegen Bluthochdruck und selbstverständlich auch bei solchen gegen Herzrhythmusstörungen, bei den Antiarrhythmika. Steigt deren Wirkstoff-Spiegel im Blut unbeabsichtigt und unbemerkt an, kann deren Zweck sich ins Gegenteil verkehren und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Arrhythmien auslösen. Lassen Sie also Vorsicht walten, und üben Sie lieber Grapefruit-Verzicht – oder Sie erkundigen sich vor dem Genuss, ob die saure Frucht und Ihre Medikamente nicht „auf Kriegsfuß“ zueinander stehen.
 
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