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Tag der Organspende - haben Sie einen Ausweis?

Wir spenden gern, wir spenden viel – dem Tierschutzverein, dem Deutschen Roten Kreuz sowie anderen gemeinnützigen Organisationen; auch beim Spenden von gebrauchter Kleidung und Schuhen sind wir sehr großzügig. Wir haben ja schließlich genug von allem und geben gerne etwas ab – und sei es nur, um in unserem eigenen, längst überfüllten Schrank wieder Platz für Neues zu schaffen. 
Ganz anderes geht es uns bei dem Gedanken, unsere Organe abzugeben, nachdem wir diese „ausgebraucht“ haben. Verständlich – denn, in der Situation zu sein, anderen durch Überlassung der eigenen, funktionsfähigen Organe ein besseres oder überhaupt ein Leben zu ermöglichen, bedeutet meist, das eigene bereits hinter sich zu haben. Am 2. Juni 2018 findet der Tag der Organspende bereits zum 36. Mal statt, heuer in Saarbrücken. Eine gute Gelegenheit also, sich über das Thema ernsthafte Gedanken zu machen.

Historische Momente und aktuelle Fakten

Es war im Jahre 1954, als der Chirurg Joseph Edward das Wagnis einging, erstmalig eine Organtransplantation vorzunehmen. Damals hat ein eineiiger Zwilling von seinem Bruder (Lebendspender) eine Niere erhalten und mit dieser Niere acht Jahre überstanden! Der Spender selbst erlebte noch das Jahr 2010. Seit damals macht die Transplantationschirurgie stetig Fortschritte; die erste Bauchspeicheldrüsenspende erfolge 1979 und seit dem Jahr 1995 werden Leber-Lebendspenden durchgeführt. 
Inzwischen werden alleine in Deutschland etwa 2 100 Nieren pro Jahr transplantiert und circa 7.800 Patienten warten laut Veröffentlichungen der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) auf eine Nieren-Transplantation. Sechs bis sieben Jahre stehen Patienten auf der Warteliste, bis sie ein postmortal (nach dem Tod) gespendetes Organ erhalten. 
Grundsätzlich werden menschliche Organe wie Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Dünndarm nur nach dem Tode des Spenders entnommen, bei Nieren und (Teil-)Leber finden auch Lebendspenden Verwendung.
Nicht zur Organspende im engen Sinn zählen Blut-, Gewebe- oder Knochenmarkspenden (Blutstammzellen-Spende).

Wie groß ist die Chance, dass wir nach dem eigenen Dahinscheiden anderen Menschen noch gesundheitlichen Nutzen bescheren oder sogar das Leben retten können?

Selbst wenn wir einen Organspende-Ausweis mit uns führen, bedarf es glücklicher Umstände, dass unsere Niere, das Herz, unsere Leber oder Lunge, die Bauchspeicheldrüse oder der Dickdarm transplantiert werden können: Es muss der unumkehrbare Hirnfunktionsausfall (Hirntod) von zwei Ärzten, unabhängig voneinander, sicher festgestellt und das Herz-Kreislauf-System künstlich am Laufen gehalten werden.
Gewebetransplantate dagegen können noch bis zu 72 Stunden nach dem Erliegen der Herz-Kreislauf-Funktionen entnommen werden; das betrifft Haut, Augenhornhaut, Blutgefäße, Herzklappen, Knochen, Sehnen und Bänder.

Wissenswertes rund um den Organspende-Ausweis

Der Organspende-Ausweis dokumentiert zum einen unseren Willen, im Todesfall (und nur dann) unsere Organe grundsätzlich für Transplantationen freizugeben. Das ist nicht nur eine wichtige Information für die Mediziner, sondern auch eine Botschaft an unsere Angehörigen/Hinterbliebenen, um diesbezügliche Zweifel gar nicht erst aufkommen zu lassen. Auch wenn die Zustimmung eingeschränkt ist, beispielsweise bestimmte Organe ausschließt, oder wenn Erkrankungen vorliegen, welche die „Tauglichkeit“ zur Organspende möglichweise einschränken (Infektionskrankheiten etc.) bietet das Feld „Anmerkungen/besondere Hinweise“ Platz, sich entsprechend zu äußern.
Der ausgefüllte Organspende-Ausweis sollte ein ständiger Begleiter sein, er ist erhältlich für Personen ab einem Alter von 16 Jahren, eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht; entscheidend ist die Funktionsfähigkeit der Organe, die gegebenenfalls medizinisch ermittelt wird.
Der Organspende-Ausweis spielt nur bei der Leichenspende eine Rolle, da wir mittels diesem post mortem unseren Willen kundtun können.

Weitere Infos zum Thema „Organspende-Ausweis“ geben alle Krankenkassen, Ärzte und Apotheken sowie das Bundesministerium für Gesundheit – ebendort ist der Ausweis, auch online, erhältlich. Auf https://www.organspende-info.de kann er ebenfalls ausgedruckt, oder kostenfrei auf dem Postweg angefordert werden.
Auch das Infotelefon Organspende, kostenlos unter 0800/90 40 400 zu erreichen, bietet die Möglichkeit, sich individuell zum Thema beraten zu lassen.

Organspende-Ausweis ja oder nein – eine wichtige Wahl – nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für andere. Sie hinauszuzögern ist jedenfalls wenig hilfreich; vielleicht trägt die Vorstellung zur Entscheidungsfindung bei, dass das eigene Leben, die eigene Gesundheit, die eigene Sehfähigkeit … bedroht sein und von der Spendenbereitschaft anderer abhängen könnte.
 
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